Odin, Wuotan und seine Vögel

Nein, Odin ist kein keltischer Gott! – Kelten sind keine Germanen. Aber vom Odin kann man was lernen: Also hier mal ein Artikel auf http://www.druidenwissen.ch wie aus Wuotan Odin wurde, wer seine Raben und Wölfe sind und was sein Speer zu bedeuten hat:Als blindwütiger „Wuotan“ wurde er sogar seiner Frigg zu viel. Das blindwütige Erschlagen des goldenen Ebers in der wilden Jagd und die ewigen Kriege gegen die Elemente (Riesen) ja die Natur selbst (Wanen) und endlich der Tod seines geliebten Sohnes Baldur durch blinde Agression brachten das Fass dann zum Überlaufen: Wuotan wurde inkarniert (Dabei spielte Frigg eine Rolle….) als Grimnir, Wanderer, Bettler, Krieger, Dichter, immer wieder, bis er der Wurzel seiner Wut am tiefsten Brunnen der Völva (wer hier an Vulva denkt hat recht!) auf die Spur kam, am Brunnen der Erkenntnis sein rechtes Auge (Optik des rein rationalen Machtdenkens) ablegte und den Weltenbaum die Verknüpfungen des Wyrd (dem was war, ist und sein „wyrd“) – also die Verknüpfung von Ursache und Wirkung, heute würde man Karma sagen, erkannte. (Nein, Karma ist keine weisse Flüssigkeit!!)
Dadurch erkannte er, dass jede Aggression zu Sühne, oder Strafe und Vergebung führen muss. Er erkannte dass die Kriege gegen die Mächte der Natur zwar möglich, aber im Vergleich mit der harmonischen Zusammenarbeit eben so sinnlos sind, wie die Kriege gegen die Elemente (Riesen) selbst. Und er erkannte, dass alle Wesen, auch die Götter diesem Gesetz unterworfen sind. Kurz gesagt: Er erreichte die Macht der Runen zu raunen.
Erst jetzt konnte er als voll erwachter Odin seinen angestammten Platz auf Hlidskjalf einnehmen. Je nach Region und Erkenntnisstand hatte er natürlich noch lange andere Namen. Der Schweizerische „Zischtig“(Dienstag) beispielsweise geht auf seine Alpenform „Ziu“ was schon verdächtig nach „Zeus“ klingt zurück.

Erst jetzt bekam er übrigens seine Vögelchen Hugin und Munin, sowie seine Wölfe Geri und Freki. Den Speer „Gungnir“ hatte er ja schon vorher, aber jetzt wusste er welche Folgen eine „blinde“ Aktion haben kann.

Also befragt er jeden Morgen, bevor er was unternimmt seine zwei Piepmätze, pardon Raben. Hugin ist die Erinnerung. Bevor ein Mann das Maul aufmacht oder die Hand hebt, soll er sich gefälligst gründlich erinnern!!! Der Blick in die Vergangenheit darf nie im Groll, sondern um aus den Fehlern und Erfolgen zu lernen geschehen.
Munin, der Gedanke jedoch fliegt in die Zukunft um die Wahrscheinlichkeiten dessen was „Wyrd“ zu erkunden. Ganz schön frech und wagemutig der Kerl! – Auch Dein Gedanke soll nie in Angst in die Zukunft fliegen, sondern fröhlich und vor allem frei von negativen Projektionen. Plane, sieh Dich vor, doch sei offen, ehrlich und frei!

Geri und Freki sind eine andere Geschichte: Wie Du weisst, isst Odin seit seiner „Erleuchtung“ nicht mehr, sondern wirft alles Stoffliche seinen Wölfen zum Frass vor.
„Begierde“ und „Anhaftung“ so heissen die beiden nämlich verschlingen das, was Odin wieder mit eisernen Fesseln an sein Unglück ketten könnte.
Das Begehren von noch nicht Errungenem, ist die Nahrung von „Geri“ oder „Gieri“. Das sich klammern an vermeintlichen Besitz, Rang oder Macht ist die Nahrung „Frekis“.

Gungnir, der Blitzspeer jedoch ist nicht etwa schräg über Odins Knie gelegt, nein es ist seine Wirbelsäule selbst. In Erkenntnis aller Runen, aller Welten und aller Wesen ist es der Wesenskern eines Erleuchteten. Kann schon sein, dass Gungnir geworfen wird. – Gungnir kommt immer, wie jede Deiner Taten und Gedanken, genau so tödlich oder bekömmlich wie Du ihn geworfen hast, zu Dir zurück.

Kurzzusammenfassung für die Hörnerhelmfraktion:
Alles kommt wieder zurück. – Je grösser desto heftiger!!! Gutes und Böses.  (Vgl. Gnerdl: „Alles was rauf kommt, kommt auch wieder runter!)
Vor Inbetriebnahme von Mundwerk oder Faust sind deshalb Erinnerung (ohne Groll) und Vorausgedanke (ohne Angst, Gier oder Anhaftung) einzuschalten.

 

 

 

 

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