Der Druidenschlüssel zum Glück

Jedes Wesen will glücklich sein – jedes Wesen soll glücklich sein dürfen. Glück ist aber nicht einfach die Absenz von Negativem im Leben. Das wäre zu einfach! Die ganz ganz alten Druidenväter und Mütter haben das begriffen. Ehrlich gesagt ist es „nicht ganz einfach“. Um was es geht und wie man es übt verrate ich im Folgenden:Was unser Glück zerstört sind negative Einflüsse von Aussen, die in uns negative Reaktionen hervorrufen. Jedes fühlende Wesen ist in sich teilweise(!) gut. Aus Schmerz entsteht Angst. Aus Angst entsteht Hass und wupp schon ist man unglücklich.
Aus Angst vor dem Schmerz entstehen also Gefühle, die uns zu sinnlosen Taten veranlassen: Aus Angst vor Armut wird sinnlos Geld gehortet.
Frag mal einen Reichen ob er glücklich ist – Pustekuchen: Die Angst den Reichtum zu verlieren beherrscht ihn genau so wie den Mächtigen die Angst, seine Macht zu verlieren. Dabei sind Reichtum und Macht nur Mittel um Angst zu vermeiden.
Der kleine Sokrates hat als Druidenschüler im Hain gut aufgepasst und begriffen: „Nur der Mann ist glücklich, der stets nach eigener Vorzüglichkeit strebend sich selbst gut genug ist.
Kombiniert man das mit der modernen Erkenntnis „wie innen so aussen„, beziehungsweise mit dem älteren „liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst„, so wird schnell klar, dass jemand der Leiden anderer erzeugt selbst nie richtig glücklich werden kann.
Sorry ich hab das Gesetz nicht gemacht!

Um glücklich zu sein müssen wir uns von der Wurzel des Übels, nämlich der Herrschaft der Angst befreien! Angst ist ein Werkzeug um nicht in Gefahr zu geraten, beziehungsweise aus Gefahr zu entkommen.
Wenn diese Schlange sich jedoch zur dämonischen Beherrscherin aufschwingt, so verdirbt sie den Menschen.In jedem Leben gibt es immer wieder leidvolle Momente oder Phasen. Das ist Teil des Lebens, so wie die Wellen Teil des Meeres sind.
Ein Mensch ohne seine Sorgen und Nöte ist wie ein Schiff ohne Ballast, es fehlt ihm am nötigen Tiefgang und er hat es schwer seinen Kurs zu halten.
Ein Meisterdruide – und darin unterschiedet er sich vom Heuchler – wird dem Sturm der Zeit wie ein Leuchttum im tobenden Sturm furchtlos und gerade entgegensehen, ohne sich abzuwenden und ohne weder im Inneren noch im Äusseren durch Neid, Hass, Gier, Zorn oder Resignation, Scham, Schuldgefühle etc. zu verderben. Mit jedem Atemzug, jedem Gedanken und jeder Faser widmet er sich je nach Situation und Gelegenheit zur Resonanz dem Streben nach den höheren Idealen von Harmonie, Gleichmut, Wohlstand und Frieden in sich an sich und um sich herum.
Wie das Feuer verbrennt er leidvolle Erinnerungen, als wäre es altes Holz um davon zu lernen ohne in Groll zu verfallen.
Wie der Wind fühlt er sogar mit seinem ärgsten Widersacher mit und vergibt mit jedem Atemzug. Die Gedanken sind frei und Ärger verraucht.
Wie Wasser passt er sich strebsam und geschäftig auch rauhem Terrain an und wartet geduldig auf seine Gelegenheit Hindernisse zu überlaufen oder Dämme zu brechen ohne kalt zu werden.
Wie ein Stein lässt er den Lärm und die Hektik der Welt geduldig und gleichmütig an sich abperlen. Er hat Volumen, innere Ruhe und Standkraft ohne im Inneren zu verhärten.

Am wichtigsten aber: Er pflegt das verborgene fünfte Element, die Liebe (Hey, das Ding heisst nicht erst, seit einem komischen Film so, sondern schon seit mindestens zwanzigtausend Jahren)
Es ist das konstante liebevolle Streben danach gut zu sein selbst, welches glücklich macht. Dabei geht es wie beim Pilgern nicht ums Erreichen von Zielen oder Geschwindigkeit, sondern um stetes, sanftes Streben hin zum Guten. Ermöglicht wird dies durch Dankbarkeit anstatt Stolz beim Erreichen von Zielen und das Fehlen von Anhaftungen und Erwartungshaltungen.

Du fragst jetzt, was nun das Gute ist, nach dem zu streben sich lohnt? – Es ist ganz einfach alles was uns liebevoller, harmonischer, sanfter, achtsamer, geduldiger, gelassener, mitfühlender und schlussendlich geborgen im Vertrauen auf das Wesen der Liebe selbst macht.
Ein Glaube hilft dabei sehr. Die meisten ganz alten Druiden waren und sind der Meinung dass der Mensch glauben muss, um erst Mensch zu sein und sich bewusst von der Angst weg dem Guten zuzuwenden.
Wers nicht glaubt, der soll sich halt mal ein wenig mit dem Wesen des Wyrd oder der indischen Version, dem Karma beschäftigen. „Gutes zieht früher oder später Gutes nach sich. Böses das Böse.“ Dieses Gesetz von Ursache und Wirkung gilt für unsere Gedanken genau so wie unsere Taten. Dabei ist es völlig unerheblich ob die Folge nun die erwartete ist: Tue, sprich und denke Gutes ohne Belohnung zu erwarten. (Hey das Wyrd ist kein Tante-Emma Laden, sondern wie die Wolle am Spinnrad die Summe aller Wahrscheinlichkeiten in Vergangenheit, Augenblick und Gegenwart, also motz hier nicht rum wenns Dir eine unbequeme Faser in den Faden Deines Bewusstseins zieht. Es könnte sein, dass es diese eine Faser ist, welche dereinst den Teppich Deines Lebens zusammenhält!)
Strebe danach gut zu sein. Lass Dich vom Wesen der Liebe ohne Anhaftung leiten und Du kannst allein dadurch glücklicher werden, egal obs äussere Belohnungen gibt oder nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.